Posts Tagged ‘Ironman Austria’

Harte Arbeit wird belohnt!!!

3. Juli 2011

Immer noch schwebe ich auf Wolke 7. Überströmt von den vielen Emotionen des Wettkampfs, beflügelt von den vielen Menschen am Streckenrand – begeistert und stolz auf meinen Wettkampf. Dieser Wettkampftag war sensationell. Es sind Rekorde gefallen, persönliche Bestleistungen aufgestellt worden. Auch ich habe meine bisherige IRONMAN Zeit um 13 Minuten verbessern können. 12 Minten gleich beim Marathon und das nach meiner langwierigen Verletzung im Frühjahr – JUHUUUU – alles ist möglich und es geht noch mehr! Einen ausführlichen Bericht gibt es aber bald auf meiner Homepage: http://www.evadollinger.com

Herzlichen Glückwunsche an alle, die heute ein ebenso tolles Rennen erleben durften und Kopf hoch für diejenigen, bei denen es nicht geklappt hat – irgendwann wird harte Arbeit belohnt 😉 – ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen!!!!

Hier schon mal die Fakten schwarz auf weiß!

1 Ellis, Mary beth 1/1/1 33/F-PRO 00:48:07 04:48:10 03:01:29 08:43:34
2 Csomor, Erika 4/3/2 37/F-PRO 00:52:06 04:53:59 02:59:53 08:51:10
3 Riesler, Diana 9/2/3 26/F-PRO 00:58:20 04:43:50 03:05:41 08:53:34
4 Bij de vaate, Heleen 10/5/4 37/F-PRO 00:58:54 04:52:16 02:59:40 08:56:11
5 Dollinger, Eva 3/4/5 33/F-PRO 00:51:25 04:59:54 03:08:40 09:05:13
6 Helfenschneider-ofne, Simone 14/9/6 28/F-PRO 01:02:19 04:53:36 03:09:45 09:11:36
7 Wolfe, Joyce 11/12/7 32/F-PRO 00:58:56 05:03:46 03:07:04 09:15:42
8 Woysch, Nicole 7/6/8 34/F-PRO 00:53:37 05:00:34 03:22:21 09:23:31
9 Blazevic, Svetlana 2/14/9 31/F-PRO 00:50:48 05:20:30 03:12:31 09:30:15
10 Lie, Kristin 15/13/10 39/F-PRO 01:07:55 05:00:52 03:15:11 09:31:44
11 Stadlmann, Monika 8/10/11 33/F-PRO 00:55:31 05:03:43 03:48:56 09:53:56
12 Keller, Fernanda 13/15/12 47/F-PRO 01:01:52 05:35:10 03:52:21 10:39:08

In Klagenfurt geht die Post ab….

1. Juli 2011

So ein Weltklassefeld hat Klagenfurt bei den Damen noch nie gesehen. Angefangen von der ehemaligen Hawaii Dritten Virginia Berasategui, über die ehemaligen IRONMAN Siegerinnen Erika Cosmor, Edith Niederfriniger und der Hawaii 11ten Bij de Vaate Helen – bis hin zu den Shootings Stars und Team TBB Starterinnen Mary Beth Ellis und Diana Riesler. Das Feld ist Weltklasse besetzt. 2 Tage vor dem Wettkampf fühle ich mich sehr gut in Form. Ich freue mich auf das Rennen und weiß dass ich in der Vorbereitung alles gegeben habe. Ich werde alles daran setzen ein gutes Rennen zu machen, wenn möglich meinen Titel des Vorjahres zu verteidigen.

Alles Liebe und viel Erfolg für alle, die am Wochenende starten!

You are an Ironmanchampion!!!

13. Juli 2010

Ich hatte noch die Worte von Stefan Petschnigg im Ohr, der letztes Jahr in einem Interview  meinte, dass ich den Ironman Austria einmal gewinnen würde. Klar war das mein Ziel – irgendwann in den nächsten Jahren…, aber ob ich es auch tatsächlich realisieren könnte, das stand in den Sternen. Das es alles andere als leicht sein würde, zeigten mir meine drei vierten Plätze im Vorjahr auf. Man kämpft nicht nur gegen die anderen, sondern auch gegen die eigenen Grenzen.

Als ich am 4. Juli das Wettkampfareal betrat, war ich voll und ganz ruhig. Ich freute mich auf den langen Ironmantag, genoss die mystische Stimmung am Morgen und blickte in die Gesichter der Ironmanstarter. Es war bei den meisten Freude zu sehen, aber auch viel Anspannung und großer Respekt.

Letztes Jahr bei meinem ersten Ironman, konnte ich mir vor dem Start kaum vorstellen die Strecken zu bewältigen. Der Gedanke erdrückte mich fast, schnürte die Kehle zu. Heuer wusste ich, dass es möglich ist und ich freute mich, dass ich gesund und in Topform am Start stehen würde – alles andere würde sich ergeben.

Das Schwimmen verlief für mich optimal. Ich musste nicht an meine Grenzen gehen und war in mitten einer großen Männergruppe, in der auch die meisten österreichischen Profis waren. Ich stieg als zweite Dame (vor mir stieg eine Dame aus der Age Group) aus dem Wasser und freute mich auf das Radfahren, das eigentlich meine Lieblingsdisziplin ist, bei der ich allerdings bei den Ironmanrennen zuvor, immer wieder starke Probleme hatte. Das Ziel beim Radfahren war, ein konstantes Rennen zu fahren. Nicht zu schnell angehen, mein Tempo fahren und auf keinen Fall eine Strafe für Windschattenfahren bekommen. Der Blick auf mein GARMIN Gerät verriet mir sofort, dass ich heute, wie schon bei den Trainings zuvor sehr stark sein würde und somit einer guten Radzeit nichts im Wege stehen sollte. Ich versuchte mich also eher zurück zu halten und regelmäßig zu essen und zu trinken (an dieser Stelle herzlichen Dank an Anna vom pb-shop in Ebbs). In der zweiten Radrunde wurde es dann unerträglich heiß  –  mein Kopf schien unter dem riesigen Zeitfahrhelm zu zerplatzen und knapp vor dem Rupertiberg bekam ich auch noch Krämpfe am linken Oberschenkel. Möglicherweise habe ich das Elektrolytgetränk zu dick zubereitet und generell zu wenig Wasser getrunken. So quälte ich mich also mit Krämpfen den Rupertiberg rauf und versuchte das linke Bein so wenig wie möglich zu belasten. Ich war einfach nur noch froh, als ich den Anstieg hinter mir hatte. Bei der Abfahrt schüttelte ich meine Beine aus, versuchte soviel Wasser wie möglich zu trinken und über den Körper zu leeren. Da ich sehr viel Vorsprung auf Barbara Tesar, der Zweitplatzierten, hatte, konnte ich es mir leisten das Tempo zu reduzieren und tat alles, damit ich für das Laufen wieder einigermaßen frisch wurde. Die Krämpfe gingen zwar weg, die Beine blieben aber schwer.

Die ersten Laufkilometer waren also sehr schwer. Die Beine waren müde und ich konnte mir kaum vorstellen die Marathondistanz zu bewältigen. Der ursprüngliche Vorsprung vor meinen Problemen am Rad, reduzierte sich von über 6min auf gute 2. Hinter mir waren Barbara Tesar und eine sicherlich sehr motivierte Bella Bayliss. Rebecca Presten, die Siegerin von 2007 hatte aufgrund von Krämpfen beim Radfahren aufhören müssen. Ich versuchte also das Beste aus der Situation raus zu holen, obwohl Foto Josef Bollweinich nicht wirklich daran glaubte meine Führung beibehalten zu können, denn ich fühlte mich weder gut, noch schnell. Zur Müdigkeit kamen dann auch noch Magenschmerzen und -probleme hinzu. Außer Wasser konnte ich nichts mehr aufnehmen. Trotzdem baute ich meine Führung aus, Minute um Minute. Bei km 16, nach einer WC Pause fühlte ich mich dann auch etwas besser. Die Beine wurden etwas leichter, der Magen war zwar nicht Ordnung, aber zumindest konnte ich hin und wieder ein Gel aufnehmen.

So kämpfte ich also weiter. Kilometer um Kilometer, Schritt für Schritt, motiviert von den unzähligen Zuschauern am Streckenrand, die mich stets und überall pushten. Nach km 20 fühlten sich die Beine sogar einmal richtig gut an und als ich bei km 25 die Nachricht bekam, dass Bella Probleme hatte und Barbara immer weiter zurück fällt, wusste ich, dass ich gut unterwegs war. Ich musste nicht intensiver an meine Grenzen gehen und hatte einfach die Aufgabe so weiter zu laufen, dann hätte ich vielleicht die Chance zu gewinnen, so verrückt dieser Gedanke auch war.

Bei km 35 als ich durch das Zentrum von Klagenfurt lief, gefeiert von den Unmengen von Zuschauern, begann ich zu es zu realisieren. Ich würde heute meinen ersten Ironman gewinnen. Ich war von Gänsehaut überströmt und begann zu lachen, es langsam zu realisieren. Der Vorsprung war riesig und ich wusste, auch wenn ich jetzt noch Probleme bekommen würde, könnte ich es immer noch schaffen.

Ich begann den Lauf, trotz Muskelschmerzen immer mehr zu genießen. Ich feierte meine letzten 4 Kilometer. Viele Foto Josef  BollweinGedanken gingen mir durch den Kopf, über das vergangene Jahr, das harte Training und heute, an diesem Tag sollte alles aufgehen, ein sportlicher Traum sollte in Erfüllung gehen. Ich begann immer mehr zu strahlen. Bereits 2 Kilometer vor dem Ziel begann ich zu jubeln und klatschte die Leute ab, die mir an diesem Tag soviel Kraft gaben. Als ich in den Zielkanal einbog, kamen mir die Tränen. Mein Vereins- und Trainingskollege und Freund Wolfgang Achrainer überholte mich in diesem Moment. Wir hatten es beide geschafft. Er trotz Achillessehnenproblemen und ich am Ziel meiner Träume. Ich zelebrierte meine letzten Metern, übermannt von unzähligen Gefühlen, Gänsehaut am ganzen Körper, schwebend, strahlend, lachend, weinend und jubelnd. Ich war im Ziel, hatt es es geschafft und ich siegte, nie im Leben hatte ich gedacht, dass dies an diesem Tag passieren würde. Im Ziel umarmte ich zuerst Wolfi, dann Stefan Petschnigg und zu guter Letzt Heli, meinen Mann, Trainer und besten Freund, der immer für mich da ist und an mich glaubt, auch wenn ich es mal nicht tue. Tränen, Erleichterung und vor allem DANKBARKEIT waren die Emotionen. Ich hatte es geschafft!!  I am an Ironmanchampion. Ich habe gewonnen!!!!!!!!!

Happy new year…

1. Januar 2010

Das Jahr hat für mich schon sehr gut angefangen – bei einem gemütlichen Abend mit Freunden haben wir das alte Jahr gebührend verabschiedet und das Neue fröhlich begrüßt. Ich freue mich wirklich sehr auf dieses neue Jahr. Mit der Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii habe ich mir bereits einen großen Traum verwirklicht. Aber dabei sein ist wie auch bei den Olympischen Spielen nicht alles. Ich möchte auf Hawaii vorne mitmischen und daher gibt es für mich in dieser Saison noch allerhand zu tun und zu verbessern. Außerdem stehen noch viele andere tolle Wettkämpfe auf dem Programm. Der Halfironman in St. Pölten, sowie der Ironman in Klagenfurt sind mir sehr ans Herz gewachsen.  Bei diesen Veranstaltungen möchte ich meine im letzten Jahr erbrachten 4. Plätze auf jeden Fall verbessern – Klartext – Stockerlplätze müssen her 😉 Beim Bleigießen, am Silvesterabend,  habe ich schon mal einen 2er zusammengebracht – wenn das kein gutes Omen ist 😉

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude beim Training und das allerbeste fürs neue Jahr!

Eure Eva

Guter 4. Platz beim Ironmandebüt in Klagenfurt

6. Juli 2009

schwimmenWahnsinn war ich nervös vor meinem ersten Ironman, ich hatte kaum geschlafen und den hohen Puls konnte ich ohne Pulsmesser bzw. Handanlegen schlagen hören.

Gerne stand ich um 4:00 auf, um endlich das Abenteuer Ironman beginnen zu können. Die Stimmung in der Wechselzone und am Start war atemberaubend. Ruhig und angespannt zugleich. Ich freute mich, als endlich der Startschuss fiel, der dem tagelangen Warten endlich ein Ende bereitete. Im Wasser fühlte ich mich unglaublich wohl, auch wenn ich die erste Schwimmgruppe ein wenig verschlafen hatte. So stieg ich erst mit der zweiten Schwimmgruppe, 3 Minuten hinter der führenden Dame Lucie Zelenkova aus dem Wasser.

Am Rad fühlte ich mich anfangs sehr gut, auch wenn ich nicht super starken Druck hatte, als gewöhnlich bzw vor der Erkrankung.Vor allem an den Anstiegen fehlte die gewohnte Power und ich hatte keine Chance mit den verschiedensten Gruppen mitzufahren, ganz im Gegensatz zu Bella Bayliss, oder Sonja Tajsich aus Deutschland, die auf diese Art und Weise sehr viel Zeit gut machten. Bei den letzten 30 km hatte ich große Probleme mit der Atmung. Ich bekam zu wenig Luft, sicher auch eine Folge der Verkühlung, mußte enorm viel Husten und dadurch das Tempo deutlich drosseln.

Ganz ehrlich dachte ich am Ende des Radeln, als ich als fünfte Dame in die zweite Wechselzone lief ans Aufgeben. Aber WO, ohne dass es peinlich ist – außerdem wollte ich meinen ersten Ironman ja finishen….. Abgesehen davon waren extra viele Freunde von mir aus Tirol da, um mich bei meinem Debüt zu unterstützen…. So lief ich also doch hinaus und dachte mir, vielleicht beruhigt sich die Atmung ja und ich komme ins Laufen. Genauso war es dann und ich konnte schon in den ersten 8 km die vierte Dame, Veronika Hauke einholen, die das Rennen dann leider aufgeben mußte. Natürlich versuchte ich auch auf die dritte Dame aufzuschließen, aber der Vorsprung von Lucie Zelenkova war dann doch deutlich zu hoch.

Die letzten 2 Kilometer zelebrierte ich dann aber – der Zieleinlauf war ein Freudentanz und ich war irrsinnig stolz meinen ersten Ironman gefinisth zu haben – und das als super gute Vierte.

Ich weiß, da ist noch viel möglich auf der Ironmandistanz. Ich war ja wirklich nicht ganz fit ins Rennen gegangen. Außerdem ist auch das Training noch ausbaubar. Heli und ich sammeln ja bei jedem Wettkampf viele neue Erfahrungen, die wir dann im Training umsetzen können.

Auch wenn ich beim Radfahren den Wettkampf verflucht hatte, so war es am Ende, an der Finishline eine unglaubliche unbeschreiblich tolle Erfahrung. Gänsehautfeeling pur!!!!

Und ich erinnere mich an die Aussagen und Müttern, die sobald sie ihr Baby nach der Geburt im Arm halten auch alle Schmerzen zuvor vergessen haben  – ja so ähnlich war es in Klagenfurt auch 😉

Gestern gab es schon einen tollen Fernsehbericht auf ORF1, heute folgt eine 90minütige Bericherstattung auf ORF Sport plus von 20:15 – 21:30.

Viel Spaß beim Ansehen,
Eure frisch gebackene, völlig kaputte, aber überglückliche Ironlady 🙂