Archive for the ‘Olympia’ Category

10 Jahre Dienstzeit gehen zu Ende…

1. Oktober 2010

Seit 1. Oktober 2000 war ich beim Österreichischen Bundesheer beschäftigt. In diesen Jahren wurde ich als Heeressportlerin bestens unterstützt und konnte somit meinen Traum als Triathlon Profi leben. Sportliche Höhepunkte waren die 2 Olympiateilnahmen in Athen und Peking, der 2. Platz beim Weltcup in Kitzbühel, sowie  9 x Top Ten Plätze bei Weltcuprennen, 4 Top Ten Plätze bei Europameisterschaften und der Militärweltmeistertitel auf der Olympischen Distanz.  Mit einem Sieg beim Ironman Austria 2010 konnte ich mich würdig von meinem Dienstgeber verabschieden. Ich bedanke mich bei meinen Chefs Vzlt. Walter Hechenberger und Vzlt. Gerhard Luke für Ihre Unterstützung und tolle Führung des HLSZ 06. Mit soviel Begeisterung und Hilfeleistung kann man nur wachsen, besser und erfolgreich werden! Vielen Dank an 10 Jahre HLSZ 06.

2008 – ein turbulentes Jahr

31. Dezember 2008

silvester2008 – ein Jahr der Träume, der Hochs und der Tiefs.
ein spannendes, atemberaubendes und überraschendes Jahr…

Am Jahresende lasse ich das vegangene Jahr immer Revue passieren. 2008 werde ich sicher so schnell nicht vergessen. Ich lasse es aber heute hinter mir und blicke nach vorn. Ich bin davon überzeugt, dass man durch schwierige Lebenssituationen stärker wird.

Die Olympischen Spiele in Peking haben dieses Jahr voll und ganz geprägt. Ich war perfekt vorbereitet physisch und psychisch und war zu allem bereit. Leider stand das Glück nicht auf meiner Seite, doch in allem dem Pech habe ich auch wirklich viel Schönes erkennen können.
Freunde, die immer da sind wenn man sie braucht, eine Familie die mich bedingungslos liebt, Sponsoren, die auch dann da sind, wenn es einmal nicht so läuft. All diese Menschen haben mit mir gefühlt, mich in dieser Phase meines Sportlerlebens gestützt und wieder aufgebaut. Ich möchte mich dafür bei allen ganz herzlich bedanken, da es einfach nicht selbverständlich ist so ein tolles Umfeld, Familie und Freunde zu haben und einfach unglaublich viel wert ist!

Ich freue mich auf 2009, auf die neuen Herausforderungen in meinem Leben und ich weiß, dass ich 2008 wieder ein bißchen stärker geworden – psychisch und physisch!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch,

Alles Liebe  und DANKE,
Eva

die Abschlussfeier…

25. August 2008

ist eine gute Möglichkeit sich zu verabschieden und das Rennen, den Defekt und das riesen Pech loszulassen. Ich habe mich würdevoll von Olympia verabschiedet. Ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe vor und im Rennen alles gegeben was in meiner Macht stand.  Ich hatte Pech, aber ich weiß was möglich gewesen wäre. Es ist definitiv kein Abschied für immer. Ich bin nicht wütend oder verbittert! Es hat nicht sollen sein! Das Olympische Feuer ist am 24.08. in Peking erloschen, aber in meinem Herzen brennt es weiter. London 2008 ist definitiv ein Thema. Mit 30 gehört man definitiv noch nicht zu den Omas und mit 34 ist man in einem genialen Alter, um im Ausdauersport Höchstleistungen zu erbringen… Träume und Gedanken können einem nicht genommen werden. Meiner lebt jedenfalls weiter!!!! Denn ich weiß was möglich ist!!!!

Träume leben weiter…
Eure Eva

Bewegender Besuch im SOS Kinderdorf…

23. August 2008

2 Tage meinem Olympiarennen durfte ich mit dem Luxemburger Triathleten Dirk Bockel, dem Initiator einer großen Spendeaktion für das SOS Kinderdorf Peking, als Vertreterin des Gründerlandes der SOS Kinderdorfidee, diese Einrichtung mit einer kleinen Delegation besuchen.

Der Besuch war enorm bewegend! Die Herzlichkeit, die Wärme und die Gastfreundschaft, die von all den Mitarbeitern ausging, war einfach ergreifend.
Es war mein erster Besuch in einem SOS Kinderdorf, nach mindestens 25 Jahren. Wenn ich sehe wie gut es den Kindern trotz ihrer schweren Schicksalsschlägen geht und welche Möglichkeiten ihnen im SOS Kinderdorf geboten werden, macht es mich enorm stolz, Dirk bei dieser Aktion zu unterstützen. Natürlich haben auch wir Athleten gespendet. Mit den Spendegeldern soll vor allem die Infrastruktur weiter verbessert werden. Das SOS Kinderdorf ermöglicht den Kindern eine solide Schulausbildung, um eine gute Startbasis für eine aussichtsreiche Zukunft zu schaffen.

Obwohl ich bei diesem Besuch gesehen habe wie gut es den Kindern ergeht, haben mich deren Schicksalschläge sehr berührt und etwas traurig gestimmt. Man vergisst einfach immer wieder wie gut es einem selber geht – was ist da ein Raddefekt bei Olympischen Spielen? Natürlich ist es schmerzlich super vorbereitet in Top Form, nach meiner besten Schwimmleistung meiner Karriere und der schnellsten Wechselzeit, wegen des Defektes aufgeben zu müssen. Ich durfte in den ersten Minuten meiner Verzweiflung aber erleben, wie schön es ist eine Familie zu haben, die einen auffängt und liebt, auch ohne Platzierung oder Leistung. Eine Familie, die diesen Kindern erst wieder durch das SOS Kinderdorf gegeben wird.

In den nächsten Tagen werde ich mit meiner Familie noch die Stadt erkunden! Ihr könnt Euch sicher vorstellen wieviel Sehenswertes man in Peking entdecken kann…

Ich werde Euch von meinen Erfahrungen berichten,
Ganz liebe Grüße,
Eva

Vielen herzlichen Dank

23. August 2008

Vielen herzlichen Dank an Euch alle – Danke an meine Freunde, an meine Vereinskollegen und natürlich an meine Familie. Die letzten Tage, vor allem aber die ersten Stunden nach dem Rennen waren emotional in solch einer Intensität wie ich es selten zuvor erlebt hatte. So viele Tränen, Schmerz, aber auch Wut und natürlich eine enorme Enttäuschung. Man will einfach eine Belohnung für all das harte Training, für all die Zeit, in der man auf so viele andere Dinge verzichtet. Versteht das nicht falsch. Ich liebe meinen Sport und habe die ganze Vorbereitung enorm genossen. Trotzdem ist der Spitzensport hart und man muss viele Abstriche machen.

In all dem Schmerz und der Trauer, rund um den Defekt und die Aufgabe ist es einfach wunderschön so aufgefangen zu werden, wie ich es wurde. Ich spürte so viel Mitgefühl, Verständnis, Wärme und Liebe wie selten zuvor. Ich habe mich durch eure Worte, SMS und E-Mails so verstanden gefühlt. Ich war enorm berührt und gerührt. Es sind wieder Tränen geflossen, einfach deswegen, weil Eure Worte mitten in mein Herz und meine Seele vorgedrungen sind. Keine Platzierung der Welt könnte dieses Gefühl der Liebe und des Mitgefühls übertreffen. Es macht mich stolz und glücklich solche Freunde und solch eine Familie zu haben, die da sind wenn man sie braucht.  Das steht über allem und gibt unglaublich viel Stärke! Vielen vielen Dank dafür – es hat nicht sollen sein und ich hatte enormes Pech, aber das Glück so geliebt und verstanden zu werden steht darüber. Man erkennt einfach wie viel man eigentlich hat. Auf das Rennen zurückgekommen – es gibt tausend schlimmere Sachen auf dieser Welt – es war ein unglaubliches Pech, aber das war kein Schicksalsschlag. Ich habe für die Welt da draußen, für die Medien keine Heldentaten vollbracht, ich bin vielleicht die Pechmarie der Spiele, trotzdem habe ich bei diesen Spielen wahrscheinlich mehr gewonnen, als manch anderer mit tollem Ergebnis. Die Erkenntnis, dass man groß ist, weil man ein wertvoller Mensch ist, unabhängig von Leistung und Platzierung, die Erkenntnis wie wichtig Freunde und Familie sind. Das ist das Wichtigste auf der Welt und bedeutet für mich wahres Glück.

Vielen herzlichen Dank an Euch alle,
Eure Eva

Die Aufgabe …

20. August 2008

Ich entdeckte endlich Heli, der wild gestikulierend in der Menschenmenge am Absperrgitter winkte und fuhr zu ihm hin. Er umarmte mich, hob dann sofort das Rad über die Absperrung und schüttelte fassungslos den Kopf. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auf die Spitzengruppe, in der ich war bereits 4 Minuten Rückstand!

Vorderrad war ok, das Hinterrad drehte sich aber nicht wie sonst eine Minute lang im Freilauf, sondern blieb nach gut einer Umdrehung stehen. So ein Scheiß, so ein Scheiß schrie er!!! Er schaute sich die Bremse an, die an einer Seite voll am Laufrad anstand und auf der anderen Seite viel Spiel hatte. Dann öffnete er den Schnellspanner und in diesem Augenblick ruckte das Laufrad wieder 2-3 Millimeter in die Mitte und lief wieder komplett frei!!!

Wie konnte das passieren – wir hatten doch alles kontrolliert? Wie konnte so was nur passieren – Herwig hielt mir sein Handy ans Ohr – schnell ein Statement – schließlich wollen die Zuschauer zu Hause wissen was passiert ist. Ich konnte Christopher de Ryan kaum hören, da das Hubschraubergeräusch so laut war, er konnte mich kaum hören…ich versuchte ihm in diesem Lärm zu erzählen was passiert ist…konnte mir aber keinen Reim machen wie so etwas passiert… Im Gespräch mit ihm kam mir dann der Gedanke, dass dies wohl sofort in der Wechselzone oder beim ersten Antritt auf dem Rad passiert sein musste. Das alles versuchte ich Christopher schnell und bei extremer Hektik übers Handy mitzuteilen und Heli sagte auch noch was von „der Schnellspanner war nicht wirklich 100%ig voll angezogen“ und dadurch hätte sich das Laufrad eben verschieben können…

Mittlerweile war meine Familie, meine Schwester, meine Mutter und Agni, meine Masseurin und Mentalcoach gekommen. Sie nahmen mich alle liebevoll in den Arm, unzählige Umarmungen, 1000 Tränen! Es war so bitter und es tat so gut einfach nur gehalten und getröstet zu werden.

Unzählige Zuschauer wollten Fotos von mir haben – sie wollten mit einem Olympiateilnehmer fotografiert werden. Ich ließ es geduldig über mich ergehen und war auch irgendwie darüber berührt, dass sie mich so hochleben ließen… lachen und weinen gleichzeitig!!!

Ich schaute mir das Rennen zu Ende. Trauer, Tränen und später auch Aggression wechselten sich ab…. Schuldig fühlte ich mich aber in keinster Weise – im Eifer des Gefechts, bei 180 Puls denkt man anders, als nach dem Rennen wo man weiß wo das Problem gelegen ist. Einen Schuldigen gab es auch nicht – mehr als kontrollieren geht nicht!

Immer wieder kamen SMS bei meiner Familie an, alle sind traurig, haben Tränen in den Augen, fühlen und leiden mit. Ich begann mit mir zu hadern – die Frage WARUM PASSIERT SOWAS AUSGERECHNET MIR? BEI MEINEM WICHTIGSTEN RENNEN! So viele Emotionen. Es tat so gut meine Familie bei mir zu haben. Immer wieder Umarmungen, soviel Liebe und Trost, die Tränen wurden weniger, das Lachen kam zumindest hin und wieder zurück.

Es hat nicht sollen sein. Es gibt viel, viel Schlimmeres im Leben, waren meine ersten tröstenden Gedanken wenige Minuten nach dem Rennen und ich weiß tief in mir, dass ich auch ohne Platzierung ein wertvoller Mensch bin. Dieses Gefühl gaben mir die Zuschauer, die mich schon im ersten Moment der Aufgabe hochleben ließen. Dieses Gefühl gaben mir meine Mutter, meine Schwester, Agni und Heli sowieso! Ich weiß in diesem bitterem Moment wie groß ich bin, wer ich bin und was ich kann!

Eure Eva

Das Rennen …..

20. August 2008

Take your marks und dann das Horn – der erlösende Startschuss war erfolgt. Jetzt hatte ich alles selbst in der Hand. Ich kam von Anfang an gut weg und hatte vor allem auf der rechten Seite enorm starke Schwimmerinnen neben mir. Es hilft einfach im Sog anderer Athletinnen zu schwimmen, man kann seine Kräfte sparen. Ein paar Schläge bekommt man fast immer ab, das ist normal, dennoch konnte ich die meiste Zeit ziemlich frei schwimmen. Nach der ersten Boje wusste ich, dass ich in der ersten Spitzengruppe schwamm. Das Tempo war hoch, aber es fiel mir nicht schwer es zu halten. Wir hatten das trainiert und ich wusste wie stark ich war! Bei den vorletzten 300m konnte ich sogar das Tempo etwas zurück nehmen und ich wusste, dass dies enorm wertvoll für das Radfahren war! Als wir auf die Tribüne zu geschwommen sind, spürte man förmlich die Spannung und das Geschrei in der Luft. Es war eine aufregende Atmosphäre – einfach ein Traum!!!!

Auch beim Ausstieg lief alles reibungslos! Danach schnell zum Rad, Helm aufsetzen und dahin geht es! Ich war beruhigt – auch wenn das Damenfeld etwas lang gezogen war, hatte ich eine phantastische Ausgangsposition, war mitten im ersten Pack!

Das Radfahren ging enorm hart, ich versuchte mich noch näher zu den anderen hin zu schieben. Wollte das kleine Loch zufahren was vorhanden war. Das Treten war enorm hart und schwer, obwohl ich auf der großen Scheibe einen sehr kleinen Gang gefahren bin. Mir kam vor, als ob ich überhaupt nicht vom Fleck kam, ich schien mich nicht nach vorne zu bewegen – die Beine machten zu, aber ich schob das sofort auf den Tartanbelag, der einfach mehr Kraft kostet – aber das hatten die Anderen ja auch.
Am Berg angekommen war ich schon vom Feld abgerissen – ich dachte mir, na dann wartest du halt auf die andere Gruppe und erholst dich – vielleicht war das Schwimmen zu hart gewesen?

Auch mit den anderen konnte ich nicht mitfahren, kein Chance – ich wusste nicht was da geschah, war aber leer im Kopf. Einen Defekt konnte ich nicht erkennen – die Reifen waren total voll und dass die Bremse Schuld sein könnte habe ich überhaupt nicht in Betracht gezogen… schließlich lief vorher alles einwandfrei!!!!

Ich beschloss auf die dritte Gruppe zu warten wo auch Kate und Tania drinnen waren. Fuhr inzwischen locker und wollte dann in die Gruppe einsteigen – zumindest wollte ich dann ihnen helfen, sie unterstützen. Auch dieser Gruppe, im flachen Gelände konnte ich nicht folgen! Ich war verzweifelt, fassungslos, ratlos – es war ein schreckliches Gefühl. Bei der nächsten Athletin, einer der Letzten im Feld riss ich wieder ab! Erst in diesem Moment kam mir in den Sinn, dass mit meinem Rad etwas nicht stimmen könnte. Das ist normal für mich – das ist meine Denkweise – ich suche immer zuerst bei mir nach den Fehlern, niemals bei den anderen, oder beim Material. Ein Patschen ist offensichtlich, aber ich hatte keinen Patschen, und die Bremsen können es ja nicht sein, schließlich hatten wir sie kontrolliert… Trotzdem blockierte etwas – ich war total ausgeliefert.

In diesem Moment hatte ich das Rennen im Kopf aufgegeben – ich befand mich am Ende der zweiten Runde und beschloss ein letztes Mal durch das Stadion durch zu fahren, auch wenn es bitter und erniedrigend war. Ich wollte aber bei Heli absteigen und der war am Berg!

…..

Die Einstimmung aufs Rennen…

20. August 2008

Der 18.08 hätte mein Tag werden sollen. Ich war bestens vorbereitet und habe alles in meiner Macht stehende getan, um bei diesen Spielen mein ganzes Potential zeigen zu können. Die Form war in allen 3 Disziplinen prächtig und mental war ich so stark wie noch nie zuvor. Ich war bereit in diesem Rennen ALLES zu geben – meinen Körper, meinen Geist und meine Seele. Alles deutete auf ein erfolgreiches Triathlonrennen hin. Ich war frei von Platzierungserwartungen, völlig konzentriert und fokussiert und zu allem bereit! Die Hausaufgaben habe ich einfach 100%ig gemacht und das wusste ich! Die Stimmung am Renntag war prächtig. Ich freute mich unheimlich auf das Rennen, weil ich wusste, dass ich alles in meiner Macht stehende getan hatte und weil ich spürte dass mein Körper nur so von Energie und Stärke strotzte… Was gibt es Schöneres, als in diesem Zustand bei Olympischen Spielen an den Start zu gehen? Ich durfte meinen Traum leben und ich wusste, welch enorme Möglichkeiten ich hatte! An dieser Stelle möchte ich mich vor allem bei meinem Trainerteam bedanken. Bei Heli, der immer für mich da ist und an mich glaubt, wenn ich es einmal nicht tue, aber auch bei Pepi Mair meinem Schwimmtrainer und Toni Kesselbacher, meinem HRV Coach und Lauftechniktrainer. Das Training war bestens gesteuert und es war einfach ein fantastisches Gefühl in der Form meines Lebens am Start zu stehen. Kurz vor dem Einchecken in die Wechselzone ließ ich von Heli mein Rad checken. Er kontrollierte den Triathlonaufleger am Lenker, der uns noch etwas zu locker schien und somit angeschraubt werden musste, die Luft in den Laufrädern und dass die Bremsen genau mittig standen – nach der Kontrolle passte alles tiptop…!!!!! Beim Aufwärmen spürte ich die Spannung in der Luft! In meinem Falle Freude pur. Das Laufen fühlte sich enorm gut an, es war voller Kraft und Leichtigkeit. Beim Schwimmen erging es mir nicht anderes. Ich hatte ein unglaubliches Wassergefühl und enorme Kraft in den Armen. 15 Minuten vor dem Start wurden wir einzeln aufgerufen und durften zu unserem Pontonplatz laufen. Die Euphorie war groß – ich spürte solch eine Energie und Freude – einfach enorm! Auch die Athleten verabschiedeten sich noch gegenseitig – teilweise mit den Worten – mach das beste Rennen deines Lebens!!!! Ist so etwas nicht unheimlich schön???? Wir hatten alle dasselbe Ziel, dieselben Träume und trotzdem hatten die Meisten die menschliche Größe gehabt den anderen Athleten das Beste zu wünschen! Am Ponton wurden wir mit Trommelschlägen auf den Start vorbereitet – kurze Momente an die ich mich immer erinnern werde! Einfach unglaublich erhebend! Atemberaubend und aufregend zugleich. Man steht da, die Spannung ist kaum noch auszuhalten, man will endlich losgelassen werden….

Alles Liebe Eure Eva

Schnelle Beinchen hat die Kleine;-)

13. August 2008

Und das im wahrsten Sinn des Wortes…

Zu schnell für ein scharfes Foto...

Zu schnell für ein scharfes Foto...

… jetzt muss ich meiner Frau und Athletin mal ein großes Kompliment aussprechen.
Eva hat jetzt an die drei Wochen hier im wunderschönen aber natürlich auch über 30 Grad warmen und schwülen Korea perfekt und mit letztem Einsatz trainiert.
Ihr hört jetzt sicherlich von etlichen Sportlern, wie sie sich unmittelbar auf die Olympischen Spiele vorbereiten.
Die einen trainieren hart, die anderen regenerativ von einigen weis man gar nix… aber egal… es gibt eben verschiedene Konzepte und Trainingsrhythmen, die hoffentlich zum Ziel führen.
Unserer war ganz klar – erst Akklimatisieren, dann noch 3 x 3 harte, grenzwertige Trainingstage einbauen und dann 4-5 Tage super-piano bis zum 18.08!
Heute war der letzte intensive Tag vor diesen Regenerationstagen.
Und Eva hat bei den kurzen Intervallen auf unserer Fitness-Insel unglaublich gute Zeiten erzielt, obwohl sie noch über etwas Müdigkeit klagte…
Aber diese Müdigkeit werden wir jetzt in den letzten ruhigen Tagen loslassen und dann kann er kommen – der große Tag – Evas großer Tag!

sehr zuversichtliche Grüße aus Korea
und in 2 Tagen fliegen wir zum Schauplatz des großen Tages

Euer Heli

HRV-Coaching — hinter die Kulissen geschaut!

11. August 2008

Heute gewähren wir euch mal einen exklusiven Blick hinter die Kulissen unserer Art der Trainingssteuerung.
Oft wird mir ja die Frage gestellt: „Wie kriegts du das meistens punktgenau hin, dass die Leistung deiner Athleten am Tag X optimal ist?“

Neben viel, viel Erfahrung, die man sich über Jahre aneignet, greife ich auf eine absolut geniale Möglichkeit der Leistungskontrolle zurück.
Dieses von meinem Freund Mag. Anton Kesselbacher entwickelte HRV-Coaching ermöglicht mir als Trainer die punktgenaue Steuerung der Leistungsfähigkeit.

Was wir hier machen ist quasi die Formel 1-Technik der Trainingswissenschaft, welche in einigen Jahren flächendeckend verwendet werden wird. Dann lässt man sich als Hobby- oder Leistungssportler seine HRV-Parameter bestimmen und steuert darüber selbstständig oder mit seinem Trainer sein tägliches Training.

hinter die Kulissen geblickt

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Erklärung zum Bild:
Nach dem Eva in der Früh mit ihrer Uhr 4 Minuten den Puls gemessen hat und diese Messung dann auf meine Trainingsplattform einspielt erscheinen diese im Bild sichtbaren Diagramme.
Wie ihr unschwer erkennen könnt waren die Messungen und stellvertretend dafür die Smilies in den letzten 3 Tagen im ermüdeten oder überlasteten Zustand.
Rechts seht ihr drei Diagramme – wobei das Oberste den Trainingszustand wiederspiegelt, das Mittlere den Mentalen Zustand und die untere Grafik die geplanten und realisierten Trainings und deren Intensität zeigen (rot heißt Vollgas)
Einfach erklärt bedeutet das, dass Eva jetzt von ihrer Leistungsfähigkeit (körperlich und mental) in den Keller trainiert ist – aber keine Panik – das Rennen ist nicht am 13.08 (dann hätte ich auch Panik;-) sondern genau in einer Woche – und bis dahin sollten alle Regenerationsprozesse abgeschlossen sein und Eva 105% ihrer Fähigkeiten zur Verfügung stehen!!!

Soviel zur Theorie – und jetzt werden wir das in der Praxis umsetzen;-)

schöne, zuversichtliche Grüße
euer Heli