10. Platz beim IRONMAN Südafrika

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Normalerweise habe ich schon vor dem Wettkampf so ein gewisses Gefühl – für meinen Formzustand und auch wie der Wettkampf ausehen könnte. Dieses Mal war ich zwar optimistisch und fühlte mich in den einzelnen Disziplinen sehr wohl, aber trotzdem blieb so ein bißchen Unsicherheit. Ich hatte vor mein Bestes zu geben, wusste aber auch, dass gerade in diesem Wettkampf alles möglich sei (innerhalb von den Plätzen 2-10) 😉

Wir hatten einen wunderschönen Tag erwischt – sonnig, warm und beinahe windstill! Also einfach perfekte Bedingungen für gute Zeiten und einen schönen Wettkampf.

Zusammen mit Silvia Balbach-Felt checkte ich ein und machte mich für das Rennen fertig. Um 7:00 erfolgte der Start zum Ironman. 3,8 km Schwimmen (2 Runden), 180 km Radfahren (3 Runden) und 42,215 km Laufen (3 Runden) standen auf dem Programm. Das Schwimmen lief super und ich verlor nur knapp 2 Minuten auf die schnellsten Frauen. Als 5te Dame ging ich auf die Radstrecke und wusste, dass ich auch dort ordentlich Gas geben muss, um am Ende des Tages eine gute Platzierung heraus laufen zu können.  Das ist mir auch weitgehend gelungen. In den ersten 2 Radrunden konnte ich meinen Rückstand auf die Zweitplatzierte Rachel Joyes gleich halten, in der 3 ten Runde hatte ich aber dann doch einen kleinen Einbruch. Obwohl ich mich sehr genau an meine Ernährungsstrategie gehalten habe, spürte ich einfach Hunger und Leere in den Beinen. Also lautete meine Devise essen, essen und essen – nur blöd wenn genau dann die Verpflegung ausgeht und die nächste Ladestation weit weg ist 😉 Einer meiner tollen Leitsprüche heißt „Gutes Timing ist alles im Leben!“ 🙂 …. Trotz kleinem Einbruch, bin ich mit meinem Radfahren aber sehr zufrieden und sehe im Vergleich zum letzten Jahr eine deutliche Steigerung.
Beim Laufen stellte ich dann schnell fest, dass heute ein langer Tag werden wird. 42,125 km können sehr sehr lang sein, vor allem wenn man nicht schnell laufen kann 😉
Irgendwie habe ich durch gebissen, aufgeben war nie eine Option, schon wegen der Qualifikationspunkte für Hawaii nicht. Das war ich nicht nur mir, sondern auch meinem tollen Umfeld schuldig (allen voran Heli), die täglich einfach sehr viel für mich machen und ihre Bedürfnisse in den Hintergrund stellen! Das Wort „kämpfen“ hat für mich seit dem Wettkampf auch eine neue Bedeutung gewonnen. Es gibt ein Kämpfen am Limit, wo man einfach komplett an seine Leistungs- und Schmerzgrenze geht – vielleicht könnte man es Performancekämpfen nennen. Man sieht dabei quasi die Sternchen 😉 Dann gibt es aber auch das Ausdauerkämpfen. Beharrllich verfolgt man sein  Ziel, auch wenn man gar nicht an seine Leistungsgrenze gehen kann. Gott sei Dank darf ich normalerweise die Sternchen sehen 😉
Mit meiner Zeit von 10:00 Stunden bin ich natürlich alles andere als zufrieden. Das Schwimmen und Radfahren stimmt mich aber sehr positiv und das Laufen  werde ich wieder hin bekommen. Ich bin optimistisch, dass die nächsten Rennen nur besser werden können und ich freue mich, wenn ich wieder die ECHTE EVA zeigen darf und an mein Leistungslimit gehen kann.

Jetzt heißt es Energie und Kraft schöpfen für meine nächsten Vorhaben. Heli und ich bleiben noch ein paar Tage in Port Elizabeth, werden eine Safari machen und uns die Gegend etwas anschauen. Ich freue mich auf die ruhigen Tage!

Alles Liebe inzwischen,
Eure Eva

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