Archiv für August 2010

Bella Italia und Max macht blau

29. August 2010

Die Toskana ist für mich eine der schönsten Gegenden überhaupt. Weinberge, Bergdörfer und rund herum das Meer, das im Sommer super schön  warm ist. Nebenbei noch fantastisches Essen und super freundliche Menschen. Wo könnte man also besser für das letzte Saisonhighlight trainieren, als dort wo es einem am Besten gefällt, wo man sich am Meisten wohl fühlt.

Der Wettergott meinte es zudem gut mit uns. Zu Hause regnerisch und und frühherbstliche Temperaturen rund um die 15 °C, bei uns in der Toskana herrliche 25 – 30 °C. Für Max, der dieses Mal mit ins Trainingslager durfte, war es definitiv zu heiß und schon beim zweiten Morgenlauf entschied er sich bei „Papa“ im Bett zu bleiben. Untertags sollte er dann seinen Urlaub fortführen – mit Hilde Mama (also wenn wir in der Hundesprache bleiben mit Hilde OMA) Spazi gehen, oder mit Tante Andrea und seinem Cousine auf der Terrasse liegen. Nachmittags durfte er dann mit uns im Meer plantschen und abends hieß es von der einen oder anderen Pasta oder Pizza vom Nachbartisch schnorren – so ein Hundeleben muss richtig schwer sein ;)

Mir persönlich ging es Bestens. Schwimmerisch und am Rad entwickelte ich mich jeden Tag weiter. Läuferisch spürte ich in den ersten Tagen den Obertrumer Triathlon. Doch angesteckt von den vielen Läufern rund herum, kehrte schnell die gewohnte Lauffreude zurück. Leichte Panik gab es nur einmal, als ich von einer Biene gestochen wurde und mein ganzer Körper rote Flecken bekam und anschwoll. Gott sei Dank war dann die Allergie doch nicht so schlimm und wir mussten nicht ins Krankenhaus fahren.

Somit bin ich also Bestens vorbereitet für mein Heimrennen bei der Challenge in Walchsee und habe die Grundlagen für meine erste Ironman WM auf Hawaii gelegt.

Ich bin schon gespannt wie es in Walchsee läuft – ein Heimrennen ist ohnehin immer etwas Besonderes!

Start – Ziel – Sieg beim Trumer Triathlon

9. August 2010

Um 08:30 stürzten sich an die 210 Starter zum TOP GUN Soundtrack in die Fluten des Trumer Sees. 1900 Meter waren in dem glasklarem und 17 °C kaltem Wasser zu bewältigen. Von Anfang an konnte ich mit der Männer Spitzengruppe mithalten, auch wenn mir  das kalte Wasser manchmal den Atem zu nehmen schien. Beim Schwimmaustieg waren die Füße sogar so taub, dass der Weg zur Wechselzone kaum spürbar war. Trotz der Kälte konnte ich 3 Minuten auf Monika Stadlmann heraus schwimmen. Beim Radfahren kämpfte ich zuerst auch gegen die Kälte an. Es brauchte  Zeit bis die Beine warm waren und ich meinen Rhythmus finden konnte. Die 30 km Radstrecke, die 3mal zu bewältigen war, hatte es in sich. Insgesamt waren 900 Höhenmeter zu erklimmen, ein ständiges auf und ab. In der zweiten Runde hatte ich dann meinen Rhythmus endlich gefunden. Die Beine waren gut und ich könnte bei jedem Tritt einen super Druck aufs Pedal bringen. Mittlerweile hatten sich auch 2 Männer zu mir gesellt, mit denen ich zusammen den Anstieg bewältigte. Obwohl es bergauf normalerweise kein Windschattenverbot gibt, bekamen wir alle 3 eine Zeitstrafe von 6 Minuten, die uns natürlich im Augenblick bitter weh taten. Die restlichen 30 Kilometer fuhr ich somit wieder komplett allein und versuchte noch einmal Zeit auf meine Gegnerinnen gut zu machen. In der zweiten Wechselzone hatte ich dann einen satten Vorsprung von 6 Minuten und 20 Sekunden auf meine Verfolgerinnen, welcher nach der 6 minütigen Zeitstrafe allerdings stark geschmolzen war. Aufgrund meiner Zeitstrafe wurde das Rennen also noch einmal richtig spannend und ich wusste, dass ich beim abschließenden Halbmarathon noch einmal ordentlich Druck machen musste. Als ich nach den ersten 5 Kilometern bereits eine Minute auf die mittlerweile Zweitplatzierte Monika Stadlmann raus gelaufen bin glaubte ich daran, dass ich den Sieg heim bringen könnte. Trotz Magenproblemen und ständig aufkommenden Seitenstechen baute ich meinen Vorsprung auf knappe 6 Minuten aus und feierte somit im Ziel ausgelassen meinen Premieren Sieg beim Trumer Triathlon. Starke Zweite wurde Monika Stadlmann, gefolgt von Barbara Tesar.

Bilder und Ergebnisse findet ihr auf der Seite des Trumer Triathlons.

Für mich heißt es nach einer kurzen Verschnaufspause nun vollgas in Richtung Hawaii – die Marschtabelle stimmt jedenfalls schon ;)

Start beim Trumer Triathlon

6. August 2010

Am kommenden Sonntag  werde ich bei der Premiere des Trumer Triathlons starten.  Seit meinem Sieg beim IRONMAN Austria werde ich erstmals wieder an einer Startlinie stehen. Bei der Mitteldistanz sind 1,9 km im glasklaren Trumer See zu bewältigen, anschließend führt die 90 km lange Radstrecke dreimal über den Haunsberg, wobei in Summe 915 Höhenmeter zu erklimmen sind. Der abschließende Halbmarathon ist sehr kupiert und führt 5mal durch das Ortszentrum.  Die Österreichische Damen (Langstrecke) Elite ist beinahe komplett vertreten. Neben Monika Stadlmann und Barbara Tesar ist auch meine TIROLER Versicherungs Team Kollegin Ute Streiter mit am Start und kämpft um eine vordere Platzierung. Ich bestreite den Wettkampf komplett aus dem Training heraus. Nach 2 harten und umfangreichen Trainingswochen war ich in dieser Woche zuletzt sehr müde und bin schon gespannt was man aus einem vorermüdeten Körper alles raus holen kann.


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