Archiv für Mai 2010

6. Platz zum Saisonauftakt in St. Pölten

31. Mai 2010

Schnellsten Schwimmsplit und beste Österreicherin klingt besser als müde Beine und 4 Minuten Zeitstrafe. Mein Saisonauftakt in St. Pölten war durchwachsen. Beim Schwimmen stieg ich aussichtsreich als schnellste Dame aus dem Wasser, aber schon auf den ersten Radkilometern spürte ich, dass meine Beine leider nicht wunschgemäß gut waren. So musste ich nach 45 Radkilometern die Führung an Yvonne van Vlerken und Karin Thürig abgeben. Kurze Zeit später kassierte ich aufgrund 7 statt 10 Metern Abstand zu meiner Vorderfrau berechtigterweise eine Zeitstrafe von 4 Minuten. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich es für mich immer noch schwer ist, die Distanz von 10 Metern genau einzuschätzen. Auf der einen Seite will man natürlich auch nicht zu viel Abstand lassen, auf der anderen Seite, rollt man bei Gegenwind und einer leichten Abfahrt, leicht zu seinem Vordermann auf, wie es in meinem Fall war. Bis zu meinem nächsten Wettkampfeinsatz werde ich dieses visuelle Problem aber in den Griff bekommen ;)
Leicht demoralisiert im Wissen, dass mit dieser Strafe nun gar nichts mehr möglich ist, versuchte ich meinen Renneinsatz rational zu sehen. Wettkämpfe sind wichtig, um die notwendige Härte zu bekommen und außerdem war ich immer noch führende Österreicherin und wollte meine Fans nicht enttäuschen. Somit war klar, dass ich um jede Platzierung kämpfen werde und außerdem kommt aufgeben ja ohnehin nicht in Frage. Den 21 Kilometerlauf spulte ich dann recht locker ab. Nachdem ich noch eine Konkurrentin einholen konnte, lief ich als beste Österreicherin auf Platz 6 ins Ziel.

Fazit zum Wochenende. Abhaken, weiterarbeiten und aus Fehlern lernen…

Die Zielsetzung: In Klagenfurt gut erholt am Start stehen und zeigen was ich kann… :)

Juhui es geht nach Hause…

22. Mai 2010

Knappe vier Wochen sind genug. Ich habe einen optimalen Zeitpunkt erwischt für dieses Trainingslager, zumal das Wetter zu Hause verrückt gespielt hat, viel zu kalt und regnerisch war für den Mai. Das Training lief perfekt und ich bin sehr zufrieden mit meiner Form.  Auch wenn ich hier im Triathlon Paradies bin und im Playitas Resort alles vorfinde, um mich wohl zu fühlen, freue ich mich dennoch immer wieder Heim zu kommen. Zu Hause ist einfach da wo Familie und Freunde sind.

Und ich freue mich meinen treuesten Laufpartner wieder in die Arme zu schließen ;)

Und in der Ruhe kommt die Kraft….

20. Mai 2010

Irgendwann ist genug! Wenn sich die HRV (Herzfrequenzvariabilität) nicht mehr erholt, der Körper und Geist nur noch müde ist, heißt es einen Gang ruhiger schalten. Nach vielen Jahren im Spitzensport kenne ich meinen Körper in und auswendig. Es sind die kleinen Zeichen, die man hören, fühlen und beachten muss.

Ja und dann macht man es sich gaaaaanz gemütlich – gönnt sich eine Massage, liegt mit einem guten Buch am Pool und genießt einen frisch gefangenFisch im benachbarten Fisch Restaurant.

Ruhetage sind Gold wert, durch sie wird man stark und sie sind soooooooo schön!!!!

Jedes Training eine Herausforderung….

18. Mai 2010

Was soll ich sagen? Ich schufte wirklich hart hier auf Fuerteventura. Es gibt kaum einen Tag wo kein Highlight Training auf dem Programm steht. Ich habe glaube ich noch nie soviel und so hart trainiert. Aber von nix kommt ja bekanntlich nix.

Hin und wieder gibt es aber dann gemütliche Päuschen, Erdhörnchen müssen ja schließlich gefüttert werden und kleine Hundewelpen brauchen gaaaaanz viel Liebe und Zuwendung ;)

Herzliche Grüße aus Fuerteventura

Die unmöglichen Einheiten möglich machen…

13. Mai 2010

Stell dir vor, du hast eine Trainingseinheit vor dir, die schier unmöglich machbar ist. Eine Einheit, die du noch nie zuvor gemacht hast und das einen Tag nach einer harten Radbelastung, von der du nicht nur dein Gesäß, sondern auch jeden einzelnen Muskel spürst. Dein Körper wehrt sich schon vor der Einheit, die Beine sind träge, der Laufschritt ist lahm, der Kopf ist leer, es gibt keinen einzigen positiven Gedanken, aber auch keinen negativen. Und dann beginnst Du mit dem ersten Intervall. Auf einmal ist die Trägheit weg, der Körper hat auf Aktivität geschaltet und du siehst auf Deiner Garmin Uhr, dass du viel schneller läufst, als du es erwaretet hast – ein Intervall nach dem anderen.

Genauso ist es mir heute gegangen. Das Unmögliche ist möglich geworden – alles ist möglich!

Viel Spaß beim Training,
Eure Eva

Schichtwechsel…

9. Mai 2010

Mama fliegt nach Hause – Heli kommt. Das soll aber nicht heißen, dass sich die beiden nicht leiden können, sondern dass sie mich beide bestmöglich unterstützen. Mama hat ihr Schwimmtrainingslager ja sehr genossen und wir hatten eine feine Zeit auf Fuerte. Jetzt wo Heli da ist gehts aber ran an die beinharten Trainings. Eine davon hatte ich gestern auf der Bahn und ich bin schon mal sehr zufrieden. Heute gehts ab nach Corralejo….

Das wird bestimmt lustig – speziell für Heli, der in letzter Zeit ja mehr am Bürosessel gesessen ist….

So jetzt gehts los,
lg Eure Eva

3 km pro Tag

3. Mai 2010

Meine Mama ist zur Zeit ja mit mir auf Fuerteventura und wie auch ich genießt sie die Trainingsbedingungen, die hier im Playitas Grand Resort vorherrschen. Besonders angetan hat es ihr der warme 50m Pool – wer sie kennt wird sich nicht wundern. Schließlich geht sie auch zu Hause täglich eine Stunde Schwimmen. Hier auf Fuerteventura zieht sie ihre Längen, manchmal auch zweimal am Tag. Meine Mama ist junge 68 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Heute ist sie 3 Kilometer geschwommen – man bin ich stolz auf sie!!! Jetzt weiß ich woher meine Liebe zum Wasser kommt!!!!! 3 Kilometer – der Wahnisnn oder!!!!!!

40km/h starker Wind

1. Mai 2010

Ich höre ihn schon beim Aufwachen, den lieben Wind und weiß heute steht ein harter Tag bevor. Es ist warm, hat 22 Grad und es ist windig hier auf Fuerteventura. Heute war er 40 km/h stark und wenn er von der Seite kommt, hat man alle Mühe das Rad auf der Straße zu halten. Ein Bus überholt mich und zieht mich in seinen Sog, als er überholt hat, trägt es mich fast in den Straßengraben raus. Im Laufe der Ausfahrt wird der Wind zu meinem Trainingsverbündeten – er macht mich stark und fordert mich. Der Wind – mein Freund? Ich weiß nicht – mittlerweile hat er alle meine Gedanken mit sich getragen….


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